|
Hier einige
Informationen zum Ablauf einer klassisch homöopathischen Behandlung:
Erstanamnese
Zunächst vereinbaren
Sie mit mir einen Termin zur Erstanamnese. Dieses erste Patientengespräch
dauert in der Regel ca. 2 Stunden.
In diesem Gespräch geht es darum
- Ihre aktuellen Beschwerden zu erfassen,
einschl. gezielter klinischer Untersuchung
- Ihre gefühlsmäßige, geistige und soziale
Situation herauszuarbeiten.
- Allgemeine Symptome, wie Ess-, Trink- und
Schlafgewohnheiten zu erfragen
- Eine ausführliche biographische Anamnese
einschließlich einer Familienanamnese zu erheben.
Bitte bringen Sie
hierzu Befundberichte, Laborwerte, Impfpass und bei Kindern das
Vorsorgeheft mit und eine Auflistung der von Ihnen derzeit eingenommenen
Medikamente sowie der bisher eingenommenen homöopathischen Arzneimittel.
Hilfreich wäre es auch, wenn Sie sich bereits zuhause Gedanken darüber
machen, an welchen Erkrankungen Sie im Laufe Ihres Lebens gelitten haben
und welche Erkrankungen Ihre Verwandten und Vorfahren haben bzw. hatten.
Alle Informationen, die Sie mir während des Gespräches geben, werden genau
aufgezeichnet.
Anhand dieser Aufzeichnungen werde ich
ein für Sie passendes homöopathisches Arzneimittel herausarbeiten, dass ich
Ihnen einige Tage später verordne. Hierbei kann es sich um eine einzelne
Gabe Globuli handeln oder aber um Tropfen, die regelmäßig einzunehmen sind.
Die genaue Vorgehensweise bei der Einnahme werde ich Ihnen dann erklären.
Ihre Mitarbeit ist
gefragt
In den nachfolgenden
Wochen ist Ihre Mitarbeit gefragt, denn Sie sind aktiv an Ihrem
Genesungsprozess beteiligt. Bitte beobachten Sie sämtliche körperlichen
Veränderungen, Stimmungsveränderungen, Träume usw., die während der
Behandlung auftreten. Anhand Ihrer Beobachtungen kann ich den
Behandlungsverlauf beurteilen. Je genauer und offener Ihre Beobachtungen
sind, desto größer ist die Chance, das genau passende Arzneimittel zu
finden.
Ca.4 bis 6 Wochen nach der
Erstanamnese erfolgt die erste Folgekonsultation. In diesem Gespräch (Dauer
ca. 45 min) informieren Sie mich über Ihre in den letzten Wochen gemachten
Beobachtungen. Anhand Ihrer Angaben kann ich dann entscheiden, was das
homöopathische Mittel bewirkt hat und wie ich die Behandlung nun fortführen
werde.
Anruf erwünscht
Bei veränderten
Symptomen, unbekannten Beschwerden oder Schmerzen melden Sie sich bitte
kurz telefonisch.
Dies gilt auch bei akut auftretenden Erkrankungen (wie z. B. ein grippaler
Infekt), die man selbstverständlich ebenfalls bestens mit klassischer
Homöopathie behandeln kann, und die eine große Bedeutung für den
Heilungsverlauf haben können.
Was Sie noch
beachten müssen
Während einer
homöopathischen Behandlung sind noch folgende Punkte zu beachten:
Manche Genussmittel, Duft- und
Zusatzstoffe können die Wirkung homöopathischer Arzneien stören oder
verkürzen. Dazu gehören: Kaffee, schwarzer Tee, Kampfer, aber auch
ätherische Öle wie Minze, Menthol, Eukalypthus in Saunaaufgüssen,
Badezusätzen, Erkältungsbonbons, Zahnpasta. Narkosemittel - auch bei
örtlichen Betäubungen - sowie zahnärztliche Behandlungen können ebenfalls
die Wirkung beeinträchtigen.
Einige Therapieformen
sollten während der homöopathischen Behandlung vermieden werden, da sie die
Wirkung der Mittel beeinträchtigen oder den Behandlungsverlauf verfälschen.
Bitte lassen Sie sich von mir beraten.
Bitte nehmen Sie während der
homöopathischen Behandlung keine anderen homöopathischen oder pflanzlichen
Arzneimittel ein.
Wie lange dauert
eine homöopathische Behandlung?
Bei einer akuten
Erkrankung zeigt ein gut gewähltes Mittel oft schon nach kurzer Zeit
(Minuten/Stunden) seine Wirkung.
Anders ist es bei chronischen Erkrankungen. Ihre Behandlung dauert länger -
manchmal Monate bis Jahre und ist
abhängig davon
- wie lange die Erkrankung bereits besteht
- wie stark die Erkrankung ausgeprägt ist
- welche Therapien bereits stattgefunden
haben und wie lange.
Meist ist eine Abfolge
mehrerer Arzneimittel notwendig, um zu einer Heilung zu gelangen.
Bei langjährig bestehenden chronischen
Erkrankungen ist eine vollständige Heilung oft nicht mehr möglich, vor
allem wenn es bereits zu Gewebszerstörungen gekommen ist. In diesen Fällen
ermöglicht die Homöopathie aber zumindest eine Linderung Ihrer Beschwerden
und eine Verbesserung Ihres Allgemeinzustandes. Ich berate Sie hierzu
gerne.
Was erwartet mich
während einer homöopathischen Behandlung?
Während einer homöopathischen
Behandlung kann es zu verschiedenen Heilungsverläufen
kommen:
- Im besten Fall bessern sich Ihre
Beschwerden langsam aber stetig, ohne dass sich weitere Symptome
zeigen.
- Möglicherweise wandern Krankheiten vom
Zentrum des Körpers zur Peripherie, so kann sich z. B. Asthma bessern
und stattdessen ein Hautausschlag auftreten, der sich jedoch wieder
zurückbildet.
- Es kann auch sein, dass frühere Symptome,
deren letztes Auftreten Jahre zurückliegt, kurzzeitig in umgekehrter
zeitlicher Reihenfolge wieder auftreten. Diese Symptome sind jedoch
nur von kurzer Dauer.
Vielleicht haben Sie
auch schon von der sog. Erstverschlimmerung
gehört. Sie kann - muss aber nicht - auftreten. Sie ist eine Reaktion auf
die Arzneimittelgabe. Abhängig von der Vitalität des Patienten und der
verabreichten Potenz des Arzneimittels kann es zu einer Verstärkung der
aktuellen Symptome kommen, die jedoch nach Stunden/Tagen von selbst wieder
vergeht. Diese Erstverschlimmerung ist ein Zeichen dafür, dass das
Arzneimittel den Beschwerden sehr ähnlich ist und eine Heilreaktion
eintritt.
Im Behandlungsverlauf kann es u. a. zu
vorübergehenden Ausscheidungsreaktionen, wie
Schnupfen, Ausfluss, Hautausschlägen kommen. Hier wirkt die Homöopathie
ausleitend. All diese Ausscheidungsreaktionen sind als prognostisch gut zu
werten und sollten in ihrem Verlauf nicht unterdrückt werden (z. B. durch
Salben).
Sollten Sie zuvor
beschriebene Veränderungen an sich feststellen, rufen Sie mich bitte an,
damit wir das weitere Vorgehen besprechen können.
|